Informationen zur geplanten Betriebsaufahme auf der Gesamtstrecke von Kienberg nach Lunz

Aufgrund verschiedener Umstände kommt es zu einer Verschiebung im Zeitplan für die Betriebsaufnahme auf der Gesamtstrecke. Wir werden daher nicht schon ab Saisonstart im Juni, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit erst mit Anfang September die Gesamtstrecke von Kienberg-Gaming bis Lunz befahren können. Der genaue Termin der Betriebsaufnahme wird rechtzeitig auf der Homepage bekanntgegeben.

Die Verschiebung im Zeitplan hat mehrere Gründe. Jeder für sich trägt zur Verschiebung im Zeitplan bei:

  1. Der frühe Wintereinbruch hat uns gezwungen, die Arbeiten schon am 18. 11. 2025 einzustellen. Die Sanierung der Stützmauer bei km 61,3 musste eingestellt werden, obwohl schon ein Großteil der Baumaterialien angeliefert war.
  2. Der ungewöhnlich lange und harte Winter hat eine Befahrung der Strecke erst am 6. 3. 2026 möglich gemacht. Wir haben nach Beseitigung der Winterschäden (Bäume im Gleis) umgehend laut Förderkonzept weitergearbeitet, der  neuerliche Wintereinbruch zu Ostern hat aber die Sanierung der Stützmauer nochmals verzögert, konnte aber Mitte April begonnen werden. Parallel dazu wurden bis heute 3.500 Schwellen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgelegt.
  3. Der Zulieferer des „Kleineisens“ (damit werden die Schienen mit der Stahlschwelle verschraubt) konnte den Liefertermin nicht einhalten. Jetzt ist eine Lieferung für 4. 5. 2026 zugesagt. Erst dann können weitere Schwellen getauscht werden.
  4. Es hat sich herausgestellt, dass - anders als bei der kurzen Probebaustelle vor ca. zwei Jahren -  die Strecke nicht erst am Ende des Projekts durchgehend gestopft werden kann. Da Stahlschwellen ein wesentlich kleineres Volumen als Holzschwellen haben, ergibt sich bei dieser großen Menge an getauschten Stahlschwellen eine unexakte Gleislage. Es muss fehlender Schotter ergänzt und dann der Streckenabschnitt von Pfaffenschlag bis Lunz am See von der Gleisstopfmaschine befahren werden, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Damit wird ein für später geplanter Arbeitsschritt vorgezogen, sorgt aber jetzt für eine Verschiebung der durchgehenden Befahrbarkeit. Das Schottern kostet viel Zeit, weil als Vorarbeit fehlender Schotter von den Ehrenamtlichen ausgeführt werden muss. Der Schotter ist bestellt und bereits teilweise geliefert, ein geeigneter Lagerplatz wurde gefunden. Ein Anbot für die Stopfmaschine liegt vor; wir holen aktuell Gegenangebote auch aus Deutschland an.

Das ehrenamtliche Team der Bergtrecke-Ybbstalbahn arbeitet mit vollem Engagement an der Wiederinbetriebnahme der Gesamtstrecke. Bis dahin wird der Saisonbetrieb ab 6. Juni nur auf dem Teilstück von Kienberg-Gaming nach Pfaffenschlag und zurück aufgenommen. Der Zeitpunkt der Betriebsaufnahme auf der Gesamtstrecke wird rechtzeitig auf der Homepage bekanntgegeben.