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Aktuell - 2014

Wieder Güterzüge im Höllental - Ein Bericht vom Mehrzug-Samstag am 12.07.2014

Beitrag verfasst am 24.10.2014

Nach langer Zeit verkehrten wieder Güterzüge auf der Höllentalbahn. Der „Mehrzug-Samstag“ am 12. Juli 2014 war ein besonderes Angebot für Fotografen und Filmer. Zwei Güterzüge waren auf der Strecke unterwegs, zwei neu aufgearbeitete Güterwagen waren erstmals im Fahrbetrieb zu sehen. Mit dem Triebwagen gelangten die Gäste bequem und stilgerecht zu den schönsten Fotostellen.

Der Bauzug bestehend aus der Elektrolok E I und den Güterwagen Gc 250 + Ga 96 + Owa 325 am Weg in Richtung Artzberghöhe.Erfolgreich verlief der erstmals mit zwei Güterzügen abgewickelte Veranstaltungstag. Mit zehn Euro erhielten die Besucher den Fahrplan und einen historischen Fahrschein. Zu kaufen waren diese „Zutrittskarten“ in allen Zügen (auch in den Güterzügen) und in den Bahnhöfen Reichenau und Payerbach.

Eingesetzt waren der Bauzug bestehend aus der Elektrolok E I und den Güterwagen Gc 250 + Ga 96 + Owa 325.

Der Transportzug, die Diesellok V2 mit den Güterwagen G 201 + Sw 30 270 + Ow 60 042 + Jky 303 (ex ÖBB O/s 61 509), vor der Remise in Hirschwang.Außerdem war der Transportzug, gezogen von der Diesellok V 2 mit den Güterwagen G 201 + Sw 30 270 + Ow 60 042 + Jky 303 (ex ÖBB O/s 61 509) auf der Strecke zu bewundern.

Der Triebwagen TW1 pendelte zwischen Payerbach und Hirschwang. Zugskreuzungen fanden regelmäßig in allen drei Bahnhöfen statt, um 14:50 Uhr konnten alle drei Garnituren zugleich in Reichenau bewundert werden, Mehrzugsbetrieb vom Feinsten.

Zugsbegegnung im Endbahnhof Payerbach: Der Triebwagen TW 1 trifft die Elektrolok E I beim Umsetzen.Der erste Güterzug (Bauzug) traf in Payerbach um 13:20 Uhr ein, vorher war bereits der Triebwagen dort eingetroffen.

Der Transportzug kreuzte den Bauzug in Reichenau erstmals um 14:05 Uhr, ab 13:25 Uhr waren alle drei Züge ständig im Einsatz.

Besondere Aufmerksamkeit verdienten zwei Güterwagen, die erst heuer im Frühling aufgearbeitet wurden und die mit ihrer neuen Beplankung (frisches Holz) besonders aufgefallen sind: Es ist dies der Feldbahnwagen Owa 325, ein vierachsiger offener Güterwagen, der 1940 an die Lamingtal-Schleppbahn-Gesellschaft geliefert wurde. Zwischen 1961 und 1964 wurden zwanzig Wagen dieses Typs durch die Lokalbahn angeschafft und teilweise zu gedeckten Güterwagen umgebaut und im Güterzugsverkehr für die Papierfabrik in Hirschwang eingesetzt. Er befördert heute als „Kompressorwagen“ den Kompressor und die Druckluftwerkzeuge zu den Gleisbaustellen.

Der dreiachsige Güterwagen Jky 303 (ex ÖBB O/s 61 509)<br />fällt durch sein überdachtes Bremserhäuschen auf.Komplett aufgearbeitet präsentierte sich auch der dreiachsige Güterwagen Jky 303 (ex ÖBB O/s 61 509). Dieser Wagen wurde 1900 von der Firma Weitzer an die NÖ-Waldviertlerbahn geliefert und war auch auf der Mariazellerbahn eingesetzt. Er kommt 1984 zur Höllentalbahn und fällt durch sein überdachtes Bremserhäuschen auf. Er wird heute in der Regel als gebremster Schnittgutwagen am Zugschluss eingesetzt.

Dank perfekter Absprachen der Zugteams konnten alle Verschubfahrten in den Endbahnhöfen und die Kreuzungen in Reichenau perfekt abgewickelt werden. Zahlreiche Besucher verfolgten sowohl in den Bahnhöfen als auch entlang der Strecke das ungewöhnliche Ereignis, sind doch Güterzüge inzwischen nur bei internen Fahrten anzutreffen.

Der Bauzug zog in Hirschwang um 17:30 Uhr ein, der Transportzug um 18:00 Uhr. Der Triebwagen traf um 18:30 Uhr in der Remise ein und beendete einen erfolgreichen Samstag.