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Aktuell - 2021

Saisonrückblick und Arbeitsfortschritte

Beitrag verfasst am 05.12.2021

Trotz Pandemie dürfen wir auch heuer wieder auf eine erfolgreiche Betriebssaison zurückblicken. Saisonende heißt aber natürlich nicht zurücklehnen sondern Ärmel aufkrempeln und all die Arbeiten angehen, für die während der Saison keine Zeit war: Im November haben wir in einer ganze Arbeitswoche einiges weitergebracht.

Erfolgreiche Saison zu Ende

Am 26. Oktober 2021 bricht der Triebwagen TW 1 mit Zug 7 zur letzten Fahrt der Saison 2021 auf. © ÖGLB/Florian StroblAm Nationalfeiertag wurde die Betriebssaison der Höllentalbahn planmäßig abgeschlossen und kann sich mit 3.611 Fahrgästen in unseren Plan- und Sonderzügen über einen Zuwachs von 9,3% im Vergleich zum Vorjahr freuen.

In diesem Jahr wurde dabei erstmals mit einem Oldtimer-Bus ein „Schienenersatzverkehr“ von unserer Haltestelle Hirschwang zur Talstation der Raxseilbahn angeboten, dessen Nachfrage sich positiv entwickelt hat. Außerdem war die Höllentalbahn heuer zum ersten Mal in das ÖBB-Komibiticket Raxseilbahn integriert.

Rechtzeitig vor dem Lockdown: Arbeitswoche beendet

Von Samstag, den 13. bis Sonntag, den 18. November fand unsere Herbst-Arbeitswoche statt, bei der an mehreren Stellen der Strecke wichtige Erhaltungsarbeiten durchgeführt wurden.

Am 20. November präsentiert sich in Kurhaus die fertige Bahnsteigkante im schönsten Abendlicht. © ÖGLB/Albert MalliIn der Haltestelle Kurhaus hat die bisherige Bahnsteigkante, die aus gebrauchten Normalspurschwellen bestand, das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Daher wurde eine neue Bahnsteigkante aus Betonplatten errichtet; in der gleichen Weise konnte bereits im Frühling die Bahnsteigkante der Haltestelle Haaberg neu errichtet werden und hat sich während der Saison sehr gut bewährt. Und zwar so gut, dass auch gleich ein Gehweg zwischen zwei unserer Abstellgleise in Hirschwang mit diesen Platten neu errichtet wurde.

Außerdem wurde auf der Strecke zwischen Hirschwang und Kurhaus das Schnittgut vom Lichtraumfreischnitt dieses Jahres entsorgt. Der Lichtraumfreischnitt und der Gleisbau sind die beiden Erhaltungstätigkeiten, die für uns anteilsmäßig während des Gesamtjahres am meisten Zeit und Aufwand bedeuten.

Deutlich sichtbar sind die großen Arbeitsfortschritte beim Neubau des Hirschwanger Abstellgleises. © ÖGLB/Ferdinand DrexlerUnd auch beim Gleisbau konnten Fortschritte erzielt werden: In Hirschwang wurde der letzte Rest des ehemaligen Personenzug-Streckengleises zur Raxseilbahn, welches seit mehreren Jahrzehnten ungenutzt war, abgetragen. Dafür wurde in leicht veränderter Position ein Abstellgleis für unsere Fahrzeuge neu aufgebaut. Die Arbeiten sind bereits sehr weit fortgeschritten, nur das Einrichten und Stopfen des neuen Gleises fehlt noch. Neben dem neuen Abstellgleis konnte zudem mit Betonplatten ein neuer Lagerplatz errichtet werden.

Auf unserem Streckenabschnitt zwischen Reichenau und Payerbach mit bis zu 25 Promille Steigung finden sich als Kunstbauten neben der Kurhausbrücke auch einige Stützmauern, die regelmäßig gereinigt werden müssen, was während der Arbeitswoche bei einem Gutteil erledigt werden konnte.