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Aktuell - 2016

Verkehrsrechtliche Verhandlung

Beitrag verfasst am 28.05.2016

Die durch die Bezirksbehörde Neunkirchen vorgeschriebene verkehrsrechtliche Verhandlung führt dazu, dass Eisenbahnkreuzungen von nun an Straßenquerungen sind und die Beschilderung entsprechend verändert werden muß. Das ist für uns zwar mit einigem Aufwand verbunden aber immerhin ein weiterer großer Schritt in Richtung einer Betriebssaison 2016. Aber leider noch nicht der ganz letzte.

Wie vor zwei Monaten berichtet brauchen wir für den Betrieb als Museumsbahn eine genehmigte Veranstaltungsanmeldung der Bezirksbehörde. Dazu war die Abhaltung einer verkehrsrechtlichen Verhandlung notwendig, welche am vergangenen Mittwoch (25.05.2016) stattgefunden hat.

Auf Vorschlag der Landesbehörde und intensivem Betreiben des Bürgermeisters der Marktgemeinde Reichenau werden die Kreuzungspunkte zwischen Straße und Höllentalbahn nicht mehr als „Eisenbahnkreuzung” nach Eisenbahnrecht wie im abgelaufenen Bescheid, sondern als Straßenquerungen behandelt. Aus unserer Sicht stellt das eine recht paradoxe Situation dar, schließlich schreibt die NÖ-Landesregierung dem Streckeneigentümer die Erhaltung der Strecke in sicherem Zustand entsprechend Eisenbahngesetz vor. (Die Durchführung der dafür notwendigen Arbeiten obliegt laut Pachtvertrag den Vereinsmitgliedern der ÖGLB.)

Eine Konsequenz aus dieser Entscheidung ist, dass wir bei der Gemeinde Reichenau um die Bewilligung zur Verwendung von öffentlichen Flächen (nämlich der Querungen) für verkehrsfremde Zwecke ansuchen müssen, also einen weiteren Behördenweg vor uns haben. Wir hoffen, dass das ohne weitere Verhandlung in einem Formalakt zu erledigen ist.

In Zukunft werden an den Straßenquerungen der Höllentalbahn diese Schilder zu sehen sein.Weiters ist an allen Querungen die Aufstellung des Gefahrenzeichens „Andere Gefahr” (Dreieck mit rotem Rand und schwarzem Rufzeichen) mit einer Zusatztafel „Museumsbahn quert” notwendig. Bei Straßen mit öffentlichem Fahrzeugverkehr muss zusätzlich das Vorschriftszeichen „Halt” (Stopptafel) motiert werden, dieses darf aber nur an Betriebstagen für den Straßenverkehr erkennbar sein. Das heißt, diese Tafeln müssen in der Früh vor dem Betrieb in Position gedreht oder enthüllt und nach dem Betrieb wieder weggedreht oder verhüllt werden. Diese Situation stellt nicht nur einen Mehraufwand für den Bahnbetrieb dar sondern ist nach der vorigen Saison ohne Betriebseinnahmen eine nicht ganz einfach zu lösende finanzielle Herausforderung. Bevor der nächste Personenzug verkehren kann sind noch Kosten in der Höhe von etwa € 8000,- zu decken.

Aus derzeitiger Sicht scheint die Bewältigung der noch vorhandenen Hürden in den nächsten Wochen dennoch nicht ganz unrealistisch zu sein. Wir wagen daher wieder vorsichtig an einen Betrieb ab Juli 2016 zu denken. Geplant ist eine Jubiläumsveranstaltung „90 Jahre personenbefördernder Betrieb auf der Lokalbahn“ in Zusammenarbeit mit der Raxseilbahn, die nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ebenfalls ihr 90 jähriges Bestandsjubiläum feiert.

Bitte halten Sie uns die Daumen, dass unsere Pläne diese Jahr halten! Wenn Sie einen Beitrag zur baldigen Saisoneröffnung 2016 leisten wollen freuen wir uns über Ihre Spende auf das Konto der Betriebsgesellschaft „Höllentalbahn-Projekt Ges.m.b.H.“ (Sparkasse Neunkirchen, IBAN: AT65 2024 1050 0003 0378, BIC: SPNGAT21)