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Aktuell - 2015

Winterpause? Gibt’s nicht.

Beitrag verfasst am 30.01.2015

Naturgemäß wird in der kalten Jahreszeit etwas weniger bei unseren Bahnen gearbeitet. Dabei erlaubt der bis jetzt weitgehend schneefreie Winter heuer auch Arbeiten im Freien wie das Freischneiden der Strecke. In der Werkstätte konnten zahlreiche kleinere Reparaturarbeiten erledigt werden. Mit frisch geliefertem Schotter sind wir für die nächste Gleisbaustelle gerüstet und dank Ehrung beim Bürgermeister von Reichenau für unsere ehrenamtliche Tätigkeit auch ausreichend motiviert. Der Frühling kann kommen!

Reichenau: Ehrenamtliche Mitarbeiter bei Festakt geehrt

Bürgermeister Ledolter bei der Überreichung der Urkunden: Albin Michlmayr, Erich Krones, Hans Strobl, Wolfgang Thier, Bürgermeister Hans Ledolter (v.l.n.r.) © Renate BuchnerDer Bürgermeister von Reichenau, Hans Ledolter, hat am Sonntag, den 18. Jänner in den Festsaal des Schlosses Reichenau geladen, um den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern seiner Gemeinde für die geleistete Arbeit persönlich zu danken und ihnen als kleine Anerkennung eine Urkunde der Gemeinde zu überreichen. Die Feierstunde, die fast zwei Stunden gedauert hat, war ein Abbild des dörflichen Lebens: Alle freiwilligen Feuerwehren, auch die aus Edlach und Prein, waren in Unform erschienen. Die Bergrettung, die Mitarbeiter der Dienststelle des Roten Kreuzes, aber auch alle Verschönerungs- und Sportvereine wurden geehrt. Der Festsaal war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt.

Dass zu einem solchen Anlass auch die Vertreter der Höllentalbahn eingeladen und geehrt werden, ist alles andere als selbstverständlich. Es ist ein deutliches Signal, dass unsere ehrenamtliche Arbeit in der Region nicht nur - wie in der Vergangenheit – „geduldet“, sondern nach vielen Jahren auch tatsächlich wertgeschätzt wird. Ledolter erwähnt die Bahn sogar in seiner Begrüßungsrede: „Die Höllentalbahn ist ein wertvoller Bestandteil der Infrastruktur der Gemeinde und ein wichtiger Faktor zur Belebung des Tourismus.“, sagt Ledolter, der heuer sein zwanzigjähriges Jubiläum als Bürgermeister feiert und in der darauf folgenden Woche bei den Gemeinderatswahlen wieder für die ÖVP antritt.

Er pflegt ein freundlich-amikales Verhältnis zu den Vertretern der Höllentalbahn und hat am Rande der Veranstaltung für den heuer ausständigen Veranstaltungsbescheid der NÖ-Landesregierung ausdrücklich seine Unterstützung zugesagt. Der Gemeinde Reichenau ist es also nicht (mehr) egal, ob die Höllentalbahn fährt oder nicht. Der Original-Triebwagen mit seinem markanten Horn gehört fix ins Ortsbild – auch akustisch.

Die Vertreter der Höllentalbahn wurden wie alle anderen Geehrten zuvor einzeln auf die Bühne gerufen und ihre besonderen Leistungen in sehr persönlichen Worten gewürdigt. Aufgerufen waren jene Freunde und Kollegen, die in den letzten fünf Jahren die meisten ehrenamtlichen Stunden an Ort und Stelle geleistet haben, das sind (in alphabetischer Reihenfolge) Erich Krones, Albert Malli, Albin Michlmayr, Reinhard Popp, Florian und Hans Strobl und Monika und Wolfgang Thier. Monika, Florian und Reinhard waren aus gesundheitlichen bzw. privaten Gründen leider verhindert. Alle anderen konnten ihre Urkunde persönlich und mit Freunde entgegen nehmen. Wir stehen nicht an, uns auch an dieser Stelle beim Bürgermeister für sein großes Vertrauen in unsere Arbeit zu bedanken.

Mehr Sicherheit: Arbeitskorb für Stapler

Einsatz der „Ameise“ als Aufstiegshilfe in der Werkstatt: Mehr Sicherheit mit normgerechtem Montagekorb.Für den Stapler und die „Ameise“ wurde ein normgerechter Montagekorb gebaut. Bei Verwendung mit der „Ameise“ kann die Hebe- und Senkfunktion auch vom Korb aus gesteuert werden. So lassen sich ohne Absturzgefahr Arbeiten „in lichten Höhen“, etwa der Leuchtmitteltausch an der Decke, erledigen.

Schotterlagerplatz aufgefüllt: 130 Tonnen neuer Gleisschotter angeliefert

Zum Jahreswechsel wurden 130 Tonnen neuer Gleisschotter geliefert. Das sind in Summe fünf LKW-Ladungen. Der Schotter („Industriesteine 20-50“) sind wieder eine großzügige Sachspende der Firma Wopfinger. Den Transport hat die Fa. Kuderer kostengünstig durchgeführt. Dank dafür auch an dieser Stelle! Der Frühling und die nächste Gleisbaustelle können also kommen: Schwellen geschnitten, Schotter geliefert…

Modellbau: Elektrolok E1 im Maßstab 1:87 nachgebaut

Das neue Modell der E1 wurde erstmals Modellbahnklub „Meg Wien Süd“ präsentiert. © Hannes SchiffnerDer Modellbauer Hannes Schiffner besuchte im vergangenen Sommer die Höllentalbahn. Bei der Remisenführung ist bei ihm der Wunsch gereift, die Elektrolok E1 im Maßstab 1:87 nachzubauen. Das Modell ist nun fast fertig gestellt; es wird noch ein anderer Stromabnehmer montiert und die Scheinwerfer fehlen noch. Das eindrucksvolle Modell wurde zum Tag der offenen Tür im Modellbahnklub „Meg Wien Süd“ im November letzten Jahres ausgestellt. Herr Schiffner möchte auch den Triebwagen samt Beiwagen nachbauen. Die Bauzeit dafür beträgt mindestens ein Jahr. Wir dürfen also gespannt sein.