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Aktuell - 2014

Nach der erfolgreichen Saison ist vor der Saison.

Beitrag verfasst am 10.03.2014

In der Saison 2013 wurden bei der Höllentalbahn 3.478 Fahrgäste befördert. Die Zahlen sind fast unverändert zu 2012 (Da waren es 3.455 Fahrgäste, also um gezählte 23 weniger). Neben den üblichen Saisonschlussarbeiten (Auflösen des Shops, Haltestellenbänke winterfest lagern, etc.) konnte bis zum Jahresende doch noch so einiges zur Erhaltung geleistet werden.

Fertigstellung der Gleisbaustelle in Reichenau

Gleisstopfarbeiten in Reichenau: Zwei Mann an den Stopfgeräten, ein „Zugabler“.Zwei ganze Tage für Stopfarbeiten waren noch nötig, um die Gleisbaustelle am Gleis 3 in Reichenau endlich abzuschließen. Je zwei Mann waren an den elektrischen Stopfgeräten, ein weiterer war als „Zugabler“ eingeteilt. Der vierte Mann besorgte sofort die „Baustellenkosmetik“, also das sauberere Verteilen des Schotters nach den Stopfarbeiten. Zum Abschluss wurden die Schienenverbinder geschweißt und die Schrauben der neuen Laschenverbindungen nachgezogen und schließlich noch zwei weitere Tage für die finale „Baustellenkosmetik“ aufgewendet.

Personenwagen der Mariazeller-Bahn bei der Höllentalbahn

Die beiden Tieflader vor der Entladung in Hirschwang beladen mit dem Mariazeller Personenwagen 3147 und dem Schienentransporter 93193.Durch effiziente Vorplanung konnten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gleich mehrere Fahrzeugtransporte durchgeführt werden. Zwei bei der NÖVOG erworbene Fahrzeuge sollten nach Hirschwang, gleich fünf Fahrzeuge sollten von Hirschwang nach Kienberg-Gaming überführt werden. Die für die Höllentalbahn bestimmten Fahrzeuge, der Mariazeller Personenwagen 3147 konnte in Ober Grafendorf und der Schienentransporter 93193 in Waidhofen/Ybbs auf je einen LKW mit Tieflader-Aufleger verladen werden. Am Nachmittag bzw. Abend kamen sie in Hirschwang an. Am Tag danach erfolgte die Entladung.

Der Triebwagen 1 in Reichenau begegnet den dort seit  4. Oktober abgestellten Mariazeller Personenwagen 3147 im „Valousek-Design“.Die Rückreise der Transportfahrzeuge wurde gleich für den Transport von fünf Fahrzeugen nach Kienberg-Gaming genutzt. Ein LKW hat den Wagen 60220, beladen mit einem Drehschemelwagen aufgeladen bekommen, der zweite transportierte den Wagen 60090 mit einem weiteren Drehschemelwagen und den Tender 11810. Die beiden neuen Wagen der Höllentalbahn sind derzeit auf Gleis 2 in Reichenau abgestellt. Der von der NÖVOG erworbene Personenwagen der Mariazellerbahn ist im Privatbesitz der Familie Thier. Er ist im sogenannten „Valousek-Design“ lackiert, das ab 1992 bei fälligen Neulackierungen zur Anwendung kam. Dessen Erfinder, der ÖBB-Designer Wolfgang Valousek, hatte für jede Schmalspurbahn eine eigene Kennfarbe vorgesehen, für die Mariazellerbahn wählte er Mariazellerbraun. Der Wagen ist innen in einem ausgesprochenen guten Zustand (alle Vorhänge vorhanden, keine Brandlöcher in den sauberen Sitzpölstern). Leider ist eine Wagenseite mit Graffiti verunziert. Bei der Aufarbeitung soll die Lackierung im „Valousek-Design“ beibehalten werden. Dann soll der Wagen bei Sonderzügen zum Einsatz kommen.

Erfolgreiche „Lange Nacht der Museen 2013“ mit 166 Fahrgästen

Groß und Klein bei den Remisenführungen in Hirschwang bei der „Langen Nacht der Museen“Die Höllentalbahn hat sich auch heuer wieder an der „Langen Nacht der Museen“ beteiligt. Bis ein Uhr Früh wurden Führungen in der Remise Hirschwang angeboten und der Triebwagen 1 (TW 1) pendelte zwischen Payerbach und Hirschwang (Sonderfahrplan). Bei den stündlichen Führungen konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen und historische und neue Bahnerhaltungsfahrzeuge und -werkzeuge besichtigen. Der Höhepunkt für die Museumsbesucher war aber sicherlich die nächtliche Fahrt mit dem historischen Triebwagen.

Der Triebwagen 1 (TW1) abfahrbereit in Hirschwang anlässlich der „Langen Nacht der Museen“Mit 166 Fahrgästen darf die Veranstaltung heuer als besonders erfolgreich eingestuft werden. Auf die Besucherzahlen positiv ausgewirkt hat sich die Tatsache, dass sich heuer zwei weitere Museen im Bezirk an der „Langen Nacht der Museen“ beteiligt haben. Damit gab es in der Region in Summe ein attraktives Angebot.

Remise Hirschwang: Endlich Sanierung des Hallenbodens

Das in den neunziger Jahren undichte und teilweise sogar eingestürzte Dach der Remise hat dem betonierten Hallenboden (speziell im Lagerbereich) massiv bleibend geschadet. Seit damals führt jeder Transport mit Ameise, Hubwagen oder Stapler zu einer Vergrößerung und Vertiefung der Frostaufbrüche. Transporte schwerer Gegenstände waren nur mit massiver Muskelkraft mehrerer Mitarbeiter möglich, im Alleingang konnte schon lange keine Transportfahrt mit Hubwagen zwischen Lager und Werkstätte erfolgen. Auch die Erreichbarkeit mancher Regalplätze mit der Ameise war nicht mehr gegeben. Über die Jahre hinweg stellte der unebene Hallenboden auch eine zunehmende Stolpergefahr dar. Ein einfaches „Ausfüllen“ der Löcher hätte nur kurzfristig geholfen, da derartiges Flickwerk nicht für die hohen Flächendrücke (kleine Rollen bei Hubwagen und Ameise) geeignet ist.

Dies war der Anlass zunächst einmal Fachberatung und Angebote zur Sanierung des Fußbodens in Lagerbereich und Werkstätte einzuholen. Basis der Aufgabenstellung ist ein großzügiges Ausschneiden der schadhaften Bereiche und Erstellung eines armierten Betonbodens in einer Güte, die auch langfristig unsere Transporte aushält. In Bereichen, wo ein solider Untergrund besteht (also nur die Oberfläche „zerbröselt“ ist), soll eine kunststoffverstärkte Oberfläche erstellt werden. Da diese Sanierung nicht allein durch die beschränkten Finanzmittel der Höllentalbahn finanzierbar ist, haben einige Gesellschafter eine zusätzliche Kapitaleinlage getätigt. Die MM-Karton unterstützte die Aktion mit 4.200 Euro, die Gemeinde Reichenau hat einen Investitionszuschuss von 500 Euro überwiesen. Dafür wollen wir uns auch an dieser Stelle in der gebotenen Form bedanken.

Sanierung des Betonfußbodens in der Remise: Auf einer Fläche von 135 m² wurde der Beton mit Diamantscheibe geschnitten, aufgestemmt, verladen und verbracht.Ein Wochenende wurde für die letzten Vorbereitungsarbeiten genutzt: Maschinen, die auf schlechtem Untergrund standen, wurden abmontiert und verschoben; Paletten in der unteren Regalreihe bis zum Maximum eingeschoben bzw. wo dies nicht möglich war, auf anderen Plätzen zwischengelagert. Auf einer Fläche von 135 m² wurde der Beton mit Diamantscheibe geschnitten, aufgestemmt, verladen und verbracht. Zusätzlich wurde Erde bis auf minus 25 cm abgetragen und entsorgt. Auf etwa 10 cm Rollschotter wurden Dichtfolien verlegt und Baustahlgitter eingepasst. Kleiner Nachtrag für Bautechniker: Im gesamten abgetragenen Hallenboden wurde kein Eisen/Baustahl gefunden, aber etliche hohle Stellen (wo der Beton nicht auflag).