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Geschichte - Nach der Einstellung

Güterzug mit E 3 im Steinhofgraben

1963 - 1981 (Güterverkehr)

Die sechs Personenfahrzeuge wurden 1964 an die Zillertalbahn verkauft. Dort wurden die beiden Triebwagen abgewrackt und zu Güterwagen umgebaut. Die vier Beiwagen liefen - geringfügig umgebaut - als Personenwagen auf der Zillertalbahn weiter.

Durch die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Straße wurde der Verkehr zwischen Hirschwang und Windbrücke eingestellt und die Gleisanlagen der Lokalbahn sowie die Schleppbahnanschlüsse ins Sägewerk und ins Schotterwerk der Ziag abgetragen. Dadurch entstanden Nachteile für den Kurort Reichenau, der von dem zunehmenden LKW - Verkehr belastet wurde und wird.

Die Personenverkehrsanlage Payerbach Lokalbahn bis Payerbach Ort (km 0,0 bis 0,13) blieb zwar bestehen, wurde aber dem Verfall überlassen und später teilweise abgetragen, da man für die bessere Verladung in Payerbach eine Laderampe errichtete.

Für den Güterverkehr wurden weiterhin die altbewährten E-Loks eingestetzt. Infolge mangelder Erhaltungsarbeiten mußte der E-Betrieb aber schon bald eingestellt werden. Statt dessen fuhr man mit der 1972 erworbenen Heeresfeldbahn-Diesellok D 1. Um den ständigen Betrieb mit nur einem Triebfahrzeug nicht zu gefährden, kaufte die LBP-H 1978 über Vermittlung des inzwischen gegründeten Vereines „Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen (ÖGLB)“ in Deutschland eine zweite, nahezu baugleiche Diesellok.

Doch die Unterstützung der ÖGLB ging noch weiter: Ende 1978 wurde ein Teil des Wagenparks der Lokalbahn auf Druckluftbremse umgestellt. Damit konnten die Bremser auf dem Zug eingespart werden. Dieser Rationalisierungsversuch scheiterte jedoch, da durch unachtsame Verlade- und Verschubarbeiten binnen Kürze die Mehrzahl der Druckluftanschlüsse abgerissen waren.

In den letzten Jahrzehnten tauchte immer wieder das Projekt einer normalspurigen Anschlußbahn auf. All diese Pläne scheiterten an den hohen Baukosten und dem geologisch äußerst ungünstigen Gelände des Artzbergs, das auch schon 1922 der Grund für das Aufgeben des Projektes „Artzbergtunnel“ war.

1982 waren die Bahnanlagen bereits derart vernachlässigt, daß man aus Sicherheitsgründen den Güterverkehr endgültig einstellen mußte. Am 12. August 1982 verkehrte der letzte Güterzug der LBP-H.